Arbeit

Nachdem  ich die Gesellenprüfung an der Landesberufsschule Heide abgelegt habe, baute ich meine eigene Werkstatt in Mohrkirch auf.
Seit einem Besuch bei Mario Enke bin ich von den spannenden Oberflächen, Strukturen und Formen, die mir dort begegnet sind, fasziniert.
Es begann unter Anleitung eine Metarmorphose, von der rein handwerklichen hin zur künstlerischen Keramik.
Diese schöpferische Arbeit zeigt mir direkt mein eigenes Wirken.
Ich verarbeite besonders plastische Tone, die sich mit handwerklichem Können bis an die Grenze des technisch Machbaren bringen lassen.
Meine Keramik wird auf der Töpferscheibe frei gedreht. Jeder Arbeitsschritt wird von mir selbst ausgeführt.

Aus der Mitte heraus entstehen so Rohlinge, die mir später — ähnlich wie dem Maler die Leinwand für Farbe — als Träger von Glasuren dienen.

 

Im Reduktionsbrand entstehen unter Mangel von Sauerstoff im Ofen tiefe Farben und lebendige Strukturen. Faszinierend ist der Brennvorgang mit seinen zahlreichen Möglichkeiten der Führung des Ofens.

Vorrangig brenne ich reduzierend im freien Feuer mit Gas. Dies ermöglicht, dass aus der Farbe Kupfergrün das Kupferrrot (die sogenannte Ochsenblutglasur), aus der Farbe Eisengelb das Eisenblau bzw. Eisengrün, (die sogenannte Seladonglasur) entstehen kann.
 
Diese traditionsreichen Glasuren sind ohne und mit Reduktionshautkraklee eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle.
Die Werkstatt wird vollständig von
der Firma „Naturstrom“ mit Strom versorgt.